Zur Vorrunde des NRW 4er-Pokals reiste die Vertretung von Horrem am 18.04.2026 nach Wuppertal zur Elberfelder SG an, da diese die Ausrichtung für den Doppelspieltag für eine Gruppe bestehend aus 4 Mannschaften übernahm. Und die Horremer Gruppe hatte es in sich: denn neben Elberfeld, waren zudem noch Essen-Werden und der Bochumer SV mit IM (Internationaler Meister) und FM (FIDE-Meister) angetreten. Diese 3 Mannschaft und Horrem durften eine Gruppe der Vorrunde im K.O. System ausspielen. Die Gewinner der 1. Runde, durften am nächsten Tag erneut nach Elberfeld, um den Qualifikanten zu ermitteln.

Es war selbstredend, dass sich Horrem bei den Mitbewerbern nicht viel ausrechnete.
Nachdem die Begegnungen ausgelost waren, musste Horem „nur“ gegen Essen-Werden, Tabellendritter der NRW-Liga 2, antreten. Es entwickelten sich recht ausgeglichene Partien. Martin musste sich leider als erster im Leichtfigurenendspiel mit den schwarzen Steinen geschlagen geben. Sein knapp 300 DWZ Punkte stärkerer Kontrahent erreichte eine Zugzwang-Stellung, die Martins König zurückweichen ließ und ihn die Partie kostete.
Wilhelm konnte seinen knapp 200 DWZ Punkte stärkeren Gegenüber während der gesamten Partie mit Weiß Paroli bieten. Musste aber einigen taktischen Finten ausweichen. Erst als Wilhelm am Königsflügel drohte anzugreifen, einigte man sich auf Remis.
Währenddessen hatte Thomas mit den schwarzen Steinen einen schönen Königsangriff aufgezogen bei entgegengesetzten Rochaden. Zuerst wehrte Thomas die anrollende Kavallerie auf seinen König ab, um seinen Gegenüber, einen ca. 300 DWZ Punkte stärkeren FM, unter Druck zu setzen. Da der Fidemeister in Zeitnot war und Thomas nicht den Durchschlag fand, bot er Remis an, was der FM sofort annahm.
Der erwartete Gang nahm seinen Lauf, doch Christians Gegenüber lehnte 2 mal das Remisangebot ab. Wenige Züge später gewann Christian einen Springer, da nur dieser ein Matt auf der Grundreihe des Schwarzen verhindern konnte. Mit einem Turm Vorsprung jedoch vier Bauern weniger, machte sich Christian daran mit und mit die schwarzen Bauern einzusammeln, bis der schwarze König entblößt war, was den ca 200 DWZ Punkte besseren Kontrahenten zur Aufgabe bewog.
Entstand 2:2 Unentschieden. Da Horrem jedoch an Brett 2 gewann und 4 verlor, war Horrem aufgrund der besseren Berliner Feinwertung für den nächsten Tag qualifiziert.

Hier wartete der Bochumer SV, Tabellenführer der Oberliga NRW sowie Tabellenführer der NRW Klasse 3 mit deren Zweitvertretung.
Leider traf Martin auf einen bis in die Haarspitzen vorbereiteten Gegner und lief in seine Vorbereitung. Er musste sich von seinen beiden Zentrumsbauern verabschieden. Trotz Langer und zäher Gegenwehr, musste Martin am Brett 4 mit Weiß gegen seinen fast 300 DWZ Punkte besseren Gegenüber die „Flügel strecken“.
Vorher nahm Wilhelm an Brett 3 mit den schwarzen Steinen das Remisangebot seines Gegenüber an. Wilhelm hatte von Beginn an Ausgleich erreicht und setzte seinen Kontrahenten kontinuierlich unter Druck, was dieser mit einem Remisangebot quittierte.
Thomas an Brett 1 mit Weiß hatte sich eine bequeme Stellung mit verschachtelter Bauernstruktur erarbeitet. Er konnte seinem Gegenüber einen Doppelbauern auf der a-Linie verpassen, den er sich irgendwann abholen würde. Doch sein fast 300 DWZ Punkte stärkerer Kontrahent, ein Fidemeister, konnte einen Bauernmarsch auf Thomas´ König aufziehen und opferte einen Läufer gegen 2 Königsbauern für Spiel auf der offenen H-Linie und taktischen Verwicklungen. Thomas sah sich gezwungen, seinen Turm gegen einen Springer zu geben und konnte den Bauernmarsch nicht mehr aufhalten. Somit war der Kampf verloren, weshalb Christian an Brett 2 mit Schwarz seinem gegenüber Remis anbot. Doch ein IM wäre kein IM, wenn er remisliche Stellungen allzu oft Remis abschenken würde. Nach einer Remisschaukel und dreifacher Stellungswiederholung stand das Endergebnis von eins zu drei gegen Horrem fest.

Die ganz große Überraschung bleib aus, aber Martin fasste es auf der Rückfahrt passend zusammen. Es hat Spaß gemacht! Und Horrem, das Vorab als Freilos angesehen wurde, hat sich etwas Respekt und Anerkennung verschafft.
