Bericht von Thomas Krings
Am vorletzten Spieltag war Ford Köln zu Gast bei Horrem I. Zur Ausgangssituation: vier Teams kämpfen noch um den Klassenerhalt, drei davon müssen absteigen. Mit einem Sieg gegen Ford Köln hätten wir den Klassenerhalt so gut wie sichergestellt. Entsprechend motiviert gingen wir in das Duell, doch leider kam es anders als erhofft.
Schiedlich friedlich ging es bei Wilhelm am Brett drei, Kai an Brett vier und Klaus an Brett acht zu. Alle verständigten sich relativ schnell mit ihren Gegnern auf Remis. Klaus musste sich gegen einen nominell schlechteren Gegner zunächst aus einer unangenehmen Stellung herausarbeiten, war dann mit Remis zufrieden. Bei Wilhelm und Kai dürften die Partien durchgehend in der Remisbreite gewesen sein.
Da sich Martin an Brett sieben schon aus der Eröffnung heraus eine aussichtsreiche Stellung erspielt hatte, konnten wir mit der Remiswelle gut leben. Tatsächlich baute Martin seinen Vorteil immer weiter aus und machte dann den vollen Punkt. Vorteil Horrem.
Unerfreulich aus Horremer Sicht das Ergebnis bei Ingo an Brett sechs: Ingo, der sich bislang so erfolgreich durch die Regionalliga spielte, fand bei heterogenen Rochaden nicht den rechten Hebel für die gegnerische Königsstellung. Der Ausgleich für die Gegner.
Thomas an Brett eins führte im frühen Mittelspiel einen unbedachten Bauernzug aus. Dieser erlaubte es dem Springer des Weißen, unangenehm in die schwarze Stellung einzudringen. Drei Züge später übersahen beide Spieler ein Zwischenschach, mit dem Thomas noch einmal aus der Bredouille hätte entkommen können. Danach gab es nur noch eine Richtung: Sein Gegner FM Ingo Cordts baute seinen Vorsprung immer weiter aus, bis er den vollen Punkt für die Kölner einsacken konnte.
Zuletzt spielte noch Christian an Brett zwei und Ingrid an Brett sechs. Christian hatte nach der Eröffnung eine aussichtsreiche Angriffsstellung auf dem Brett, schaffte es aber leider nicht, sich entscheidend durchzusetzen. Bei Ingrid stand ein wohl remisliches Leichtfigurenendspiel auf dem Brett. Mangels Erfolgsaussichten einigten sich beide mit ihren Gegnern auf Remis.

Das wäre eine große Gelegenheit gewesen, den Klassenerhalt zu sichern. Doch es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist. Jetzt müssen wir im letzten Spiel gewinnen und auf Schützenhilfe der Gegner hoffen.

