Am letzten Spieltag musste die erste Mannschaft unbedingt gewinnen, wollte sie noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben. Weil zugleich zwei andere Teams nicht gewinnen durften und sich unsere Gegner, die Bergischen Schachfreunde, auch noch geringe Chancen auf den Aufstieg ausrechnen konnten, waren unsere Hoffnungen überschaubar. Doch Hoffnungen hin oder her: Irgendwie war die Luft raus, und das merkte man von Beginn an.

Zu den Partien von Kay, Wolfgang, Ingrid, Martin und Karl an den Brettern 4-8 lässt sich nicht allzu viel sagen. Alle endeten relativ schnell mit Remis. Zum Teil waren wir mit den Remisen wohl ganz gut bedient, was zeigt, dass auch bei den Gegnern der unbedingte Wille zum Sieg nicht mehr vorhanden war.

Thomas an Brett 1 hatte nach der Eröffnung, die der Gegner offensichtlich besser kannte, leicht gedrückt und hatte schon recht viel Zeit verbraucht. Doch zum Glück für Horrem ließ der Gegner Thomas in ein vollkommen ausgeglichenes Endspiel entkommen. Der Friedensschluss folgte auch hier bald.

Wilhelm an Brett 3 wurde zum Pechvogel. Zunächst machte seine Stellung mit Läuferpaar und starkem Bauernzentrum einen vielversprechenden Eindruck. Aber nach einem nicht optimal verlaufenen Abtausch hatte der Gegner plötzlich Druck auf der langen Diagonalen und auf eine Bauernschwäche auf d4. Beide Schwächen konnte Wilhelm nicht halten. Schließlich kam der Zusammenbruch auf der langen Diagonalen.

Christian an Brett 2 ließ seinen König lange im Zentrum stehen, um schließlich lang zu rochieren. Eigentlich sah es nach einem aussichtsreichen Bauernsturm gegen die kurze Rochadestellung des Gegners aus. Doch nach dem Tausch der Damen und eines Turmpaares war nicht mehr so recht zu erkennen, wie Christian den aus Sicht der Mannschaft noch nötigen Sieg hätte einfahren sollen. Auch hier lautete das Ergebnis bald: Remis.

Später erfuhren wir, dass wir mit einem Sieg sogar in der Klasse verblieben wären. Aber beim anschließenden Besuch beim Italiener waren wir uns einig, dass der Abstieg auch sein Gutes hat. Eine Liga tiefer können wir uns neu aufstellen. Wahrscheinlich werden wir in der nächsten Saison ein paar Jugendspieler in die Mannschaft integrieren, was in der Verbandsliga besser gelingen wird.

Trotz allem noch einmal einen herzlichen Dank an alle fürs Mitmachen. Es hat Spaß gemacht mit dieser Truppe, was für uns Amateure doch das Wichtigste ist!

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